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Die Flora BornholmsBornholm hat schon frühzeitig die Aufmerksamkeit der Botaniker angezogen. Die Flora Bornholms verdankt ihre Fülle mehreren zusammenwirkenden Umständen.
Es ist nachgewiesen worden, dass mehrere der botanischen Perlen der Insel sogenannte «Eiszeitrelikte« sind, die einen Zufluchfsort (Refugium) an solchen Stellen fanden, wo der Wald mit seinem vernichtenden Schatten keinen festen Fuss fassen konnte, als er während der Kiefemzeit sich über die Insel verbreitete. Was die Felsenküste als Zufluchtsort geeignet machte, war der Umstand , dass die lockeren Erdschichten vom Meere fortgeschwemmt wurden, zur Zeit als der Wasserspiegel kurz nach der Eiszeit sich 15-20 m höher als heute betand und an Erde hat es gefehlt, um einen dichten überschattenden Baumwuchs zu erlauben Felsen-Eberesche, Gemeine und Schwarze Zwergmispel, Schnittlauch, Eisbeere, Schwalbenwurz und Spnnenröschen sowie Weisse Fetthenne, Färberweid, Maöer-Felsenblümchen, Glänzender Storchschnabel, Kugelige Platterbse und Knolliges Rispengras haben es in diesem Refugium durchgestanden. Die Abhänge im Süden der Insel haben die Lebensbedingungen solcher lichtbedürftiger Pflanzen erfüllt wie: Kleiner Wiesenknonf, Doldige Spurre, Französische Segge, Baltischer Schwingel und Sprossende Felsennelke, während Hügel-Fingerkraut in beiden Retugien gediehen sein mag.
Außer den erwähnten Eiszeitrelikten umfasst die Bornholmer Pflanzenwelt eine ganze Reihe von Arten, die hier im Lande ausschliesslich auf Bornholm im wilden Zustand angetroffen werden: Schwarzer Streifenfarn, FrühlingsSpark, Gemeine Akefei, Bleichblaues Windröschen, Wildes Silberblatt, Morgenländisches Zackenschötchen, Moor-Veilchen, Roter Wundklee samt anderen, die freilich auch anderswo in Dänemark angetroffen worden sind, die aber auf Bornholm ihre Hauptverbreitung finden; nämlich Brauner Streifenfarn, Nordischer Streifenfarn, Schlankes Woligras, Acker-Geibstern, Holunder-Knabenkraut, Netz-blatt, Heröst-Wendelähre, Kleine Teichrose, FrühlingsFingerkraut, Sand-Fingerkraut, Mehl-Schlüsselblume, Erdglöckchen und Ruhrwurz. Was die Sporenpflanzen, Moose, Flechten und Pilzeanbetrifft, fehlt noch viel, bis man einen vollständigen Überblick über die gesamte Anzahl von Gattungen erhalten hat, und jedes Jahr wird Bericht erstattet über Auffinden von Gattungen, die der Insel neu sind. Hier bleibt noch für die Botaniker und die Gäste der Insel viel zu leisten übrig. Obenstehendes Material stammt aus dem Buch: Bornholm - Radwandern und Wandern durch Natur und Kultur, von Finn Hansen kaufen können Sie dieses Buch im Velkomscenter Bornholm |
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